Weltladentreffen Ost

In dem Workshop versammelten sich Teilnehmende aus Weltläden zwischen Ostsee und Erzgebirge, selbst aus Prag kamen zwei Teilnehmer/innen.

Nach einem Bericht zum Stand der Vergabegesetze in Deutschland und insbesondere in Sachsen-Anhalt wurden auch Aktionen und Kampagnen für fairen Einkauf aus den Kirchen („Zukunft Einkaufen“, Klimawandel = Lebenswandel“) und Initiativen wie „Fairtrade-Towns“ und der Wettbewerb „Hauptstadt fairen Handels“ vorgestellt. Gelungene und weniger gelungene Beispiele aus anderen Ländern und Hilfestellungen von Organisationen rundeten die Informationen ab.

Dazu ergab sich schon eine lebhafte Diskussion über Möglichkeiten der Beteiligung an Aktionen für Weltläden, etwa in der Steuerungsgruppe der werdenden „fairtrade towns“ Rostock und Chemnitz. Leipzig hat als eine von vier Städten in Ostdeutschland diesen Status bereits erreicht, insgesamt sieben sind als Anwärter registriert.

Sehr positiv wurde berichtet, dass in diesem Prozess der Zugang zu städtischen Entscheidungsträgern sehr viel einfacher wurde. Überraschend groß ist auch die Bereitschaft, sich um fairen Handel zu bemühen. Auch einen Kaffee für die jeweilige Stadt oder wie in Chemnitz eine Städte-Schokolade konnte produziert werden. Insgesamt bringt der Prozess für Weltläden eine große Aufmerksamkeit.

Darüber hinaus wurden im Workshop folgende Anknüpfungspunkte für Weltläden für den Bereich der fairen Beschaffung genannt: Faires Frühstück in Agendawoche oder Fairer Woche nutzen, Unterstützer/innen über den Prozess „Fairtrade-Towns“ gewinnen, Stadtkaffee und evtl. Stadtschokolade entwerfen, Stadtverwaltungen ins Boot holen.

Als Resümee konnten im Workshop engagierte Mitarbeiter in den Weltläden konstatiert werden. Gute Ideen und Umsetzungen sollen über die Landesnetzwerke und deren Bundesarbeitgemeinschaft (agl) verbreitet werden.