Podiumsdiskussion zur nachhaltigen Beschaffung mit Bundestagskandidaten

„Wie wirtschaften Bund, Land, Kommune und Co.? –
Nachhaltigkeit auf dem Prüfstand“

Am 9. September 2013 fand in der HofGalerie des Moritzhofes die Wahlveranstaltung der Allianz „Faires Sachsen-Anhalt“ statt. An der Diskussion zum Thema „Wie wirtschaften Bund, Land, Kommune und Co.? – Nachhaltigkeit auf dem Prüfstand“ nahmen Bundestags-kandidaten aus Sachsen-Anhalt und eingeladene Gäste teil.

Iwona Wojdyla, Koordinatorin des Projektes „Faires Sachsen-Anhalt” beim EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V., eröffnete die Veranstaltung. Dr. Hans-Joachim Döring, Leiter des Lothar-Kreyssig – Ökumenezentrums der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland in Magdeburg und Moderator des Abends, führte in das Thema ein und stellte die an der Diskussion beteiligten Bundestagskandidaten vor: Petra Börst-Harder (Bundestagskandatin für die SPD) Stephan Bischoff (Bundestagskandidat für die Die Grünen) Mathias Bethke (in Vertretung von Tino Sorge – CDU) und Renè Hempel (Wahlkreis-Mitarbeiter von Dr. Rosemarie Hein – Die Linke).

Die Teilnehmenden äußerten sich dazu, welche Rolle die Nachhaltigkeit in ihrem Privat- und Berufsleben spielt und wie Nachhaltigkeitsstrategien durch ihre Parteien praktisch umgesetzt werden.

Während ökologische und fair gehandelte Lebensmittel sowie Kleidung für Stefan Bischoff zum Alltag gehören, sieht sich Petra Börst-Harder außer Stande im Wahlkreis 71 Anhalt aufgrund von Zeitproblemen und zu geringem Angebot im ÖPNV auf ihr Auto zu verzichten. René Hempel hält den etwas höheren Preis für öko-faire Produkte für ein Hindernis, an dem Geringverdiener bei der täglichen Versorgung scheitern. Mathias Bethke bekannte sich freimütig als Radfahrer, einen PKW benötige er für seinen Alltag nicht. Wenn das Wetter radeln nicht zulässt, nutzt er den Öffentlichen Nahverkehr.

Bei der Umsetzung dringendster Maßnahmen zum nachhaltigen Wirtschaften im neuem Bundestag bekannten sich alle zur Reform des EEG, entweder aus mehr Rücksicht auf Wirtschaft und Verbraucher oder für eine schnellere Energiewende. „Wenn uns die alternative Stromwirtschaft versichert, die 100ige Versorgung mit EEG Strom sei bis 2020 machbar, dann sind wir mit einer gesetzlichen Vorschrift bis 2030 noch vorsichtig.“ so Stefan Bischoff.

Im Ergebnis der engagierten Diskussion blieben viele Fragen offen.