Gymnasium Philanthropinum in Dessau-Roßlau

Fairer Handel am Gymnasium Philanthropinum in Dessau-Roßlau

Die Schüler und Schülerinnen der 8. Klassen des Gymnasiums Philanthropinum erlebten am 19. Juni, wie vielfältig der Faire Handel ist. Ob Fruchtsäfte, Mobiltelefone, Textilien oder Kakao und Kinderarbeit. In verschiedenen Workshops lernten die Jugendlichen an konkreten Produktbeispielen, wie der Faire Handel funktioniert. Das Kooperationsprojekt des EINE WELT Netzwerkes e.V. und der Schule machte deutlich, wie gut Schule und der Faire Handel zusammenpassen. Das Vorwissen der einzelnen Schüler gestaltete sich dabei ganz unterschiedlich. Während einige Schüler schon manches über den Fairen Handel wussten, gaben andere offen zu, sich zum ersten Mal mit diesem Thema auseinanderzusetzten.

In den darauffolgenden zwei Tagen erhielten die Achtklässler die Möglichkeit, das Thema in einem weiterführenden Workshop zu vertiefen. Dort lernten sie, welche Bedeutung sich hinter den Begriffen „bio“, „regional“ und „fair“ beim alltäglichen Einkauf verbergen. Im Anschluss wurde in einer gemeinsamen Recherche in Kleingruppen quer durch Dessau-Roßlau recherchiert, in welchen Geschäften der Stadt man nachhaltig produzierte Produkte bekommen kann. Der Weltladenbesuch stellte für die meisten eine Premiere da. „Hier war ich ja noch nie“ tönten viele und erfreuten sich insbesondere an den Kunsthandwerken im Laden. Neben der Recherche erhielten die SchülerInnen den zusätzlichen Auftrag, für ein „bio, regionales und faires Frühstück“ einzukaufen. Beim Frühstück am nächsten Morgen wurde dann nicht nur der Geschmack der Produkte ausführlich unter die Lupe genommen, sondern auch über die Einkaufserfahrungen des Vortages gesprochen. Die meisten waren sich einig: Ob Discounter, Marktstand oder Supermarktkette: Nahezu überall findet man nachhaltige Produkte. Nicht immer sind diese jedoch leicht ausfindig zu machen und die Auswahl ist teilweise sehr gering.

Viele der SchülerInnen des Workshops wollen sich auch weiterhin für den Fairen Handel an ihrer Schule engagieren. So wurde am Ende der Workshop-Phase gemeinsam entschieden, im nächsten Schuljahr eine Fairtrade-AG zu gründen. In dieser AG kann die Recherche des nachhaltigen Einkaufsführers für die Stadt weitergeführt werden und weitere neue kreative Ideen und Projekte umgesetzt werden.