Fairer Handel

– für eine gerechte Welt!

Kind im Steinbruch

Liegt Granitpflaster aus China oder Indien auch auf Ihrem Marktplatz?

Sind Sie heute schon auf Weltreise gewesen?
Vermutlich nicht, dafür aber haben der Kaffee oder Tee zum Frühstück, die Banane in der Mittagspause und der Orangensaft samt Schokoriegel am Nachmittag einen langen Weg hinter sich – viele Produkte unseres täglichen Bedarfs kommen aus den so genannten Entwicklungsländern.
Das gilt auch für Kleidung, Holz, Blumen und sogar Pflastersteine! Sie werden hier sehr billig angeboten und das hat seinen Preis: Viele Menschen in den Herkunftsländern arbeiten unter unwürdigen Bedingungen oder erhalten für ihre Ernteerträge so niedrige Preise, dass nicht einmal die Produktionskosten gedeckt sind. Die Existenz von unzähligen Kleinbauern- und Arbeiterfamilien ist bedroht. Für sie setzt sich der Faire Handel ein.

Wo gibt es fair gehandelte Produkte?
Fair gehandelte Produkte sind inzwischen bundesweit in vielen verschiedenen Läden erhältlich. Auch Großhandel und verarbeitendes Gewerbe stellen sich darauf ein – wenn die Abnehmer (auch Kommunen und Verwaltungen) fair gehandelte Produkte nachfragen!

Was ist Fairer Handel?
Anhand von Waren aus den Ländern des Südens macht der Faire Handel globale Zusammenhänge anschaulich und verständlich. Der Faire Handel möchte Sie ermutigen, sich für verantwortungsbewussten Konsum und für eine Veränderung der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einzusetzen.

Der Faire Handel
  • ermöglicht vielen Kleinbauern und ArbeiterInnen die Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitsbedingungen.
  • unterhält transparente und partnerschaftliche Handelsbeziehungen zu den Organisationen, die die Interessen der ProduzentInnen vertreten.
  • schließt unfairen Zwischenhandel aus.
  • sichert die Rechte von Kindern und fördert die Gleichstellung der Geschlechter innerhalb der beteiligten Organisationen.
  • fördert die Umstellung auf biologische Landwirtschaft.
  • leistet Bildungs- und politische Kampagnenarbeit, um die Regeln des Welthandels gerechter zu gestalten.

Der faire Handel boomt!
In Deutschland kauften Verbraucherinnen und Verbraucher Fairtrade-gesiegelte Produkte im geschätzten Wert von rund 340 Millionen Euro. Dies bedeutet ein Wachstum von 27 Prozent. „Mit ihrem Kaufverhalten können sich Menschen in Deutschland aktiv für bessere Lebens- und Umweltbedingungen in den Ländern des Südens einsetzen“, sagte TransFair- Vorstand Heinz Fuchs. Auch Handel und Hersteller setzen sich immer stärker mit sozialer Unternehmensverantwortung auseinander. In Deutschland bieten mehr als 180 Lizenznehmer in über 30.000 Supermärkten, Bioläden und Weltläden sowie rund 18.000 gastronomische Einrichtungen Fairtrade-Produkte an.