Billige Kleidung teuer erkauft

Arbeitstage von bis zu 13 Stunden, kein Mindestlohn, ausbeuterische Kinderarbeit, Mangel an technischen Sicherheitsmaßnahmen, permanente Verletzung der Menschenrechte. Und dazu tragische Unfälle, wie der Einsturz der Textilfabrik in Dhaka im Mai 2013, der über 1100 Menschen das Leben gekostet hat.

Nach den letzten Ereignissen in Bangladesch und Kambodscha ist es höchste Zeit, die Situation der Mitarbeiter/innen in Unternehmen in Asien zu analysieren. Die westliche Welt merkt endlich, dass die billige Kleidung der Markenketten von Menschen in den Entwicklungsländern bezahlt wird, auch mit deren eigenem Leben. Die Massenproteste machen den Handlungsbedarf überdeutlich und prangern die Verantwortung der Handelsunternehmen an.

Um die Situation in den Textilfabriken in Asien näher zu bringen, haben die Partner in der Allianz „Faires Sachsen-Anhalt“ eine Veranstaltung zu dem Thema vorbereitet und durchgeführt. Als Einstieg zu einem Vortrag und einer Diskussion wurde den Gästen im Moritzhof Madgeburg der Film „100% Baumwolle – made in India“ gezeigt. Der Film aus dem Jahr 2003 macht deutlich, dass sich die Lage der Textilproduzent/innen seit 10 Jahren nicht geändert hat.

Im zweiten Teil der Veranstaltung hat Nasimul Ahsan, Referent der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit aus Bangladesch, einen Vortrag gehalten. Er hat nicht nur über den Alltag in bangladeschischen Bekleidungsfabriken berichtet, sondern auch über die Geschichte des Landes und seine politische Lage. Im Anschluss hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, dem Referenten Fragen zu stellen.