Aktuelles

Kampagne Fairtrade Towns – nächste Treffen
  • Halle (Saale): 23.10.2017 um 13:30 Uhr; Ort: Stadthaus Halle, 1. Etage
  • Magdeburg: wird zeitnah noch bekannt gegeben; Ort: Umweltamt Magdeburg (Julius-Bremer Str. 8-10, Raum 732).
  • Wernigerode: 17.10.2017 um 15:45 Uhr; Ort: kleiner Rathaussaal.

Macht Eure Schule fair!
Wir laden herzlich alle Schulen zur Teilnahme an der bundesweiten Kampagne „Fairtrade Schools“ ein. Unter diesem Link finden Sie Ziele und Kriterien der Kampagne, sowie Kontaktdaten der AnsprechpartnerInnen: Kampagne Fairtrade Schools in Sachsen-Anhalt

28.09.2017

FairTour 2017

Auch in diesem Jahr hat das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. (ENSA) im Rahmen der bundesweiten Fairen Woche eine FairTour durch Sachsen-Anhalt veranstaltet. Vom 19. bis 22. September waren die Projektkoordinatorinnen für Faires Sachsen-Anhat und für die Fair-Handels-Beratung Sachsen-Anhalt gemeinsam mit viel Unterstützung in vier Städten unterwegs: Halberstadt, Quedlinburg, Wernigerode und Schönebeck (Elbe).

Zusammen mit ortsansässigen Weltläden und BildungsreferentInnen wurden bunte Aktionstage zum Thema Fairer Handel gestaltet. In verschiedenen Bildungsparcours erhielten SchülerInnen der 7./8. Klassenstufe die Gelegenheit, sich spielerisch mit dem Thema ‚Nachhaltiger Konsum‘ auseinanderzusetzen. So konnten sich die SchülerInnen beispielsweise mit dem Smoothie-Bike einen „bio regional fairen“ Früchte-Shake erstrampeln. In der Bildungseinheit zu „Fairer Handel und Gewürze“ lernten die Jugendlichen, dass der Faire Handel noch mehr zu bieten hat als Kaffee und Schokolade und konnten ihre eigenen „bio regional fairen“ Dips herstellen. In Halberstadt nahmen drei Klassen des Martineum Gymnasiums an dem Bildungsparcours teil und in Quedlinburg beteiligten sich zwei Klassen der Bosseschule. Zudem wurde in Quedlinburg durch den Eine Welt Laden AYUDA ein breites Sortiment von fair gehandelten Produkten angeboten.

Ein besonderes Highlight innerhalb der FairTour fand am 21. September in Wernigerode statt, da an diesem Termin die Stadt als Fairtrade Town ausgezeichnet wurde. Damit ist sie die 499. Stadt in Deutschland, die sich für faire Arbeits- und Produktionsbedingungen im globalen Süden einsetzt. Manfred Holz, der die Urkunde als Ehrenbotschafter und Gründungsmitglied von Transfair Deutschland übergab, zeigte sich beeindruckt vom vielfältigen Engagement in Wernigerode: „Das Thema Fairer Handel setzt hier in Wernigerode seit Jahren enorme Kräfte und Kreativität frei, angefangen im Rathaus, bis hin zu den Kirchengemeinden, Schulen, Vereinen und der Hochschule Harz.“ Er betonte aber auch, dass „diese Auszeichnung als Fairtrade Town nicht das Ziel, sondern der Anfang und Auftrag für weitere Aktivitäten ist, denn dieser Titel gilt nur für zwei Jahre.“ Oberbürgermeister Peter Gaffert nahm  die Urkunde entgegen und betonte, dass diese Initiative und Auszeichnung nur einer der Bausteine der Stadt ist, Beschaffung Stück für Stück nachhaltiger zu gestalten. Auch die SchülerInnen der ersten Fairtrade School in Sachsen-Anhalt von der Thomas Müntzer Sekundarschule unterstützen die Festivität tatkräftig. Mit selbstgebackenen Kuchen und Crêpe – natürlich aus fairen und regionalen Produkten – machten sie den Wernigerödern den Fairen Handel schmackhaft und klärten über die Hintergründe auf.

Abschluss der FairTour bildete der Aktionstag am 22. September auf dem Marktplatz in Schönebeck. Insbesondere das vielfältige Angebot des Gnadauer Weltladens lockte zahlreiche Passanten an den Stand und es wurden viele interessante Gespräche geführt.

Wir bedanken uns recht herzlich bei unseren diesjährigen KooperationspartnerInnen: die BildungsreferentInnen des Dachvereins Reichenstraße e.V., das Martineum Gymnasium Halberstadt, der Eine Welt Laden AYUDA Quedlinburg, die Bosseschule Quedlinburg, der Eine-Welt-Laden Wernigerode, die Sekundarschule „Thomas-Müntzer“ Wernigerode, die Hochschule Harz und der Gnadauer Weltladen.

 


Tour de Fair 2017

Vom 31. Juli bis 6. August 2017 fand zum 16. Mal die „Tour de Fair“ statt: Im Rahmen dieser Fahrradtour traten etwa 30 Weltladen-Begeisterte aus ganz Deutschland in die Tour de Fair_ContigoPedale, um den Fairen Handel im südlichen Niedersachsen bekannter zu machen. Auf der rund 300 kilometerlangen Strecke besuchten sie Weltläden und Fair-Handels-Importeure, wie El Puente und Contigo. Die Radler besichtigten die Betriebe und Weltläden und diskutierten gemeinsam über aktuelle Entwicklungen im Fairen Handel und aktuelle Herausforderungen. Auch wir vom ENSA waren auf einem Streckenabschnitt mit dabei. Im nächsten Jahr wird die „Tour de Fair“ in Thüringen stattfinden und vielleicht auch einen Stopp in Sachsen-Anhalt machen.

Mehr Informationen: https://www.tour-de-fair.de


26.06.2017

Fairer Handel am Gymnasium Philanthropinum in Dessau-Roßlau

Fairtrade Schools Projektag am Philanthropinum in Dessau; Quelle ENSADie Schüler und Schülerinnen der 8. Klassen des Gymnasiums Philanthropinum erlebten am 19. Juni, wie vielfältig der Faire Handel ist. Ob Fruchtsäfte, Mobiltelefone, Textilien oder Kakao und Kinderarbeit. In verschiedenen Workshops lernten die Jugendlichen an konkreten Produktbeispielen, wie der Faire Handel funktioniert. Das Kooperationsprojekt des ENSA und der Schule machte deutlich, wie gut Schule und der Faire Handel zusammenpassen. Das Vorwissen der einzelnen Schüler gestaltete sich dabei ganz unterschiedlich. Während einige Schüler schon manches über den Fairen Handel wussten, gaben andere offen zu, sich zum ersten Mal mit diesem Thema auseinanderzusetzten.

In den darauffolgenden zwei Tagen erhielten die Achtklässler die Möglichkeit, das Thema in einem weiterführenden Workshop zu vertiefen. Dort lernten sie, welche Bedeutung sich hinter den Begriffen „bio“, „regional“ und „fair“ beim alltäglichen Einkauf verbergen. Im Anschluss wurde in einer gemeinsamen Recherche in Kleingruppen quer durch Dessau-Roßlau recherchiert, in welchen Geschäften der Stadt man nachhaltig produzierte Produkte bekommen kann. Der Weltladenbesuch stellte für die meisten eine Premiere da. „Hier war ich ja noch nie“ tönten viele und erfreuten sich insbesondere an den Kunsthandwerken im Laden. Neben der Recherche erhielten die SchülerInnen den zusätzlichen Auftrag, für ein „bio, regionales und faires Frühstück“ einzukaufen. Beim Frühstück am nächsten Morgen wurde dann nicht nur der Geschmack der Produkte ausführlich unter die Lupe genommen, sondern auch über die Einkaufserfahrungen des Vortages gesprochen. Die meisten waren sich einig: Ob Discounter, Marktstand oder Supermarktkette: Nahezu überall findet man nachhaltige Produkte. Nicht immer sind diese jedoch leicht ausfindig zu machen und die Auswahl ist teilweise sehr gering.

Viele der SchülerInnen des Workshops wollen sich auch weiterhin für den Fairen Handel an ihrer Schule engagieren. So wurde am Ende der Workshop-Phase gemeinsam entschieden, im nächsten Schuljahr eine Fairtrade-AG zu gründen. In dieser AG kann die Recherche des nachhaltigen Einkaufsführers für die Stadt weitergeführt werden und weitere neue kreative Ideen und Projekte umgesetzt werden.


15.06.2016

Überregionales Vernetzungstreffen der Fairen Kommunen in Mitteldeutschland

Gruppenfoto_VernetzungstreffenAm 14. Juni veranstaltete das ENSA in Kooperation mit der Stadt Halle (Saale) ein überregionales Vernetzungstreffen der Fairen Kommunen in Mitteldeutschland. Im historischen Stadthaus am Markplatz trafen sich VertreterInnen von Städten aus Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen, Niedersachsen und Brandenburg und tauschten Erfahrungen und Ideen zwischen den Fairtrade-Town-Gruppen und Aktiven der Region aus.

Nach einem ersten gegenseitigen Kennenlernen der TeilnehmerInnen gab Ann-Kathrin Voge von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) einen Überblick der Möglichkeiten für den Ausbau und die Verankerung der Fairen Beschaffung in Kommunen. Die SKEW ist das Kompetenzzentrum für kommunale Entwicklungspolitik in Deutschland und bietet umfangreiche Service- und Beratungsangebote für Kommunen. In ihrem Vortrag liefere Frau Voge stichfeste Argumente für die nachhaltige Beschaffung in Kommunen und erläuterte die Umsetzungsmöglichkeiten, die für eine sozial gerechte Beschaffung erforderlich sind. Mittels der Reform des deutschen Vergaberechts im Jahr 2016 haben sich die Möglichkeiten, soziale Kriterien im Beschaffungsprozess zu berücksichtigen, deutlich verbessert. Oftmals bestehen jedoch noch große Unsicherheiten seitens der kommunalen BeschafferInnen. Ein Angebot der SKEW besteht daher darin, Vergabeunterlagen vor Veröffentlichung der Ausschreibung auf die rechtskonforme Einbindung nachhaltiger Kriterien, insbesondere sozialer Vergabekriterien prüfen zu lassen.

Im Anschluss stelle Claudia Fricke, Sprecherin der Fairtrade Town Magdeburg, das Fußballturnier „Magdeburg spielt fair“ vor. Parallel zur Europameisterschaft in 2016 veranstalte die Landeshauptstadt Magdeburg und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ein Kleinfeldfußballturnier. Insgesamt traten 14 Freizeitmannschaften bestehend aus Studenten, Feuerwehrleuten, Sozialarbeitern und Flüchtlingen aus aller Welt freundschaftlich gegeneinander an. Gespielt wurde mit fair gehandelten Bällen aus Pakistan und am Spielfeldrand erhielten die BesucherInnen die Gelegenheit, selbst auszuprobieren einen Fußball zu nähen. Nach dem Mittag gab es einen ausführlichen Austausch von Best-Practice-Beispielen und bestehenden Problemen zwischen den TeilnehmerInnen. An Thementischen zu „Nachhaltiger Beschaffung“ und „Arbeit in Steuerungsgruppen“ wurde anschließend gemeinsam kritisch diskutiert und verschiedene Herangehensweisen ausgetauscht.

In dem Vernetzungstreffen wurde deutlich, wie vielfältig sich das Engagement für Fairen Handel in Mitteldeutschland gestaltet. Ein gegenseitiger Austausch und ein Blick über den eigenen Tellerrand haben sich in jedem Fall gelohnt. Im nächsten Jahr wird ein ähnliches Vernetzungstreffen vom EINE WELT Netzwerk Sachsen e.V. in Dresden veranstaltet.


06.06.2017

Tag der Nachhaltigkeit in Halberstadt

Was ist eigentlich Nachhaltigkeit? Mit dem auf dem ersten Blick abstrakten Thema haben sich Auszubildende der Kreisverwaltung Harz und der Halberstadtwerke auseinandergesetzt. Ergebnis ist ein bunter Aktionstag in Halberstadt. Auch das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. war mit einem Informationsstand und zwei interaktiven Bildungsmodulen vor Ort.

Smothie Bike

Gustav Neumann tritt in die Pedale, um einen Smoothie-Mixer anzutreiben. Die Funktionsweise des Drahtesels erläutert ihm Ashley Klein vom EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. Foto: Sandra Reulecke

Sehr beliebt bei der Veranstaltung war das Smoothie-Bike. Mit diesem ganz besonderen Fahrrad konnten sich die BesucherInnen aus bio, regionalen und fair gehandelten Produkten ohne Strom und mit eigener Muskelkraft einen erfrischenden Smoothie mixen.

Artikel in der Halberstädter Volksstimme vom  03.06.17: „Strampeln für die Umwelt“ 

 

 


06.06.2017

Faire Fashion in Magdeburg: Pop-Up-Store für ökofaire Mode

Das Kulturkollektiv eröfffnet in Kooperation mit dem Weltladen den ersten Shop für faire und grüne Kleidung und Schuhe in Magdeburg!
Für 4 Wochen gibt es dort die Möglichkeit, coole Streetwear von Recolution, stilvolle Fashion von Glimpse oder lässige, vegane Sneaker von Ethletic zu kaufen.

Öffnungszeiten:

1. – 28. Juni ’17

Di – Sa

13.00 – 18.00 Uhr

im Kulturkollektiv

Nähere Informationen finden Sie hier


02.06.2017

Marktdialog „Nachhaltige und sozial-verantwortliche Beschaffung – wie kann das gehen?“ – Unternehmen und öffentliche Beschaffer im Dialog
Auftaktthema: „IT-Beschaffung, Produktgruppe Multifunktionsgeräte/Drucker“

Wann und Wo: 20. Juni 2017 in Erfurt

Hier finden Sie nähere Inforamtionen zur Veranstaltung und Anmeldung.


24.05.2017

Veranstaltungshinweis: Tag der Nachhaltigekeit in Halberstadt

Am 02. Juni findet auf dem Fischmarkt in Halberstadt ein bunter Aktionstag zum Thema Nachhaltigkeit statt.

Den Flyer mit näheren Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

20.04.2017

Veranstaltungshinweis: Vernetzungstreffen „Faire Kommunen in Mitteldeutschland“ in Halle (Saale)

Das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. und die Fairtrade-Town-Projektgruppe Halle veranstalten am 14. Juni 2017 das Vernetzungstreffen „Faire Kommunen in Mitteldeutschland“ in Halle (Saale).

Die Veranstaltung richtet sich an Akteure aus Kommunen des Fairen Handels in Mitteldeutschland, die das Thema Fairer Handel und globale Gerechtigkeit in ihrer Stadt oder Gemeinde weiter ausbauen möchten. Auch VertreterInnen aus Kommunen, die sich auf dem Weg zum Titel „Fairtrade Town /-Gemeinde“ befinden, sind herzlich willkommen.

Das Vernetzungstreffen bietet Steuerungsgruppen, Initiativen und weiteren Interessierten die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen der Kampagne „Fairtrade Towns“ und das Thema sozial gerechte Beschaffung zu informieren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht der Austausch von Erfahrungen und Ideen zwischen den Fairtrade-Town-Gruppen und Aktiven der Region.

Informationen zur Anmeldung, die offizielle Einladung und das geplante Programm der Veranstaltung finden Sie hier.

11.04.2017

Veranstaltungshinweis: 09.-10. Mai 2017 Fach- und Netzwerktagung: Deutschland Fairgleicht – für ein kommunales Beschaffungswesen

Veranstaltet von der SKEW, Neuruppin bei Berlin 09.05. bis 10.05.

Erstmals findet die Fach- und Netzwerktagung „Deutschland Fairgleicht – für ein faires kommunales Beschaffungswesen“ statt. Die Veranstaltung richtet sich an Expertinnen und Experten in der kommunalen Beschaffung aus Kommunen aller Größen. Dies können eigens bestellte Beschaffungsverantwortliche sein wie auch (Ober-)Bürgermeisterinnen und (Ober-)Bürgermeister persönlich. Die Teilnehmenden erwartet ein kurzweiliger und wertvoller Aufenthalt. Auf dem Programm stehen:

  • Fachvorträge zu wichtigen Themen der fairen Beschaffung
  • Podiumsdiskussion mit zentralen Akteuren
  • intensiver Praxisaustausch in Gruppen im World Café-Format
  • Vorstellung von Best Practice-Beispielen aus Kommunen

Anmeldung noch bis zum 21.4.2017 möglich.

Teilnahme kostenfrei, Fahrtkosten und Übernachtungskosten werden übernommen.

Mehr Informationen unter: www.deutschland-fairgleicht.de/fach-und-netzwerktagung


04.04.2017

10 Millionen Tassen guter Kaffee: Deutsche Bahn stellt im ICE und IC auf Fairtrade-zertifizierten Kaffee um

Seit April serviert die Deutsche Bahn (DB) in ihren ICE- und IC-Zügen nur noch Fairtrade-zertifizierten Kaffee aus dem Hause Dallmayr. Auch die übrigen Heißgetränke wurden auf fair gehandelte Rohstoffe umgestellt. Damit verpflichtet sich die DB zu einem ethisch vertretbaren Handel und wird einer der größten gastronomischen Anbieter von fair gehandeltem Kaffee in Deutschland. Allein im Jahr 2016 wurden an Bord von ICE und IC 174 Tonnen Kaffee verbraucht. Das sind über zehn Millionen Tassen. Zudem gibt es ab sofort im Bordbistro 20 Cent Preisnachlass pro Heißgetränk für einen mitgebrachten Mehrwegbecher.

„Es ist uns wichtig, dass wir als einer der größten Kaffeeabnehmer Deutschlands auch soziale Standards setzen und damit unserer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden“, erklärt Verena Händel, Leiterin Produktmanagement Bordgastronomie von DB Fernverkehr. „Unsere Gäste können so Premiumkaffee genießen und gleichzeitig etwas Gutes für die Kaffeebauern in den Anbauregionen tun.“

Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender Transfair e.V.: „Tausende von Kaffeebauern in Südamerika freuen sich darauf, dass Bahnreisende nun fairen Kaffee trinken. Die gesicherten kostendeckenden Preise und Prämien werden dringend benötigt, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und soziale Gerechtigkeit zu fördern. Wir hoffen, dass weitere Gastronomen diesem guten Beispiel folgen werden.“

Quelle: Pressemitteilung TransFair, 03.04.2017


20.03.2017

Filmvorführung in Dessau-Roßlau: Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen

Am Sonntag, den 2. April 2017, wird im KIEZ-Kino in Dessau-Roßlau der preisgekrönte Dokumentarfilm Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ gezeigt.

Der Film zeigt Initiativen aus aller Welt, die Mut machen, sich für ein nachhaltiges Leben auf dieser Welt einzusetzen. Die Vorführung beginnt um 18 Uhr. Nähere Informationen finden hier.


08.03.2017

Mehr Bio in Kommunen: neuer Praxisleitfaden hilft kommunalen Einrichtungen bei Bio-Lebensmitteln

Welche Vorteile bringt es für kommunale Einrichtungen, verstärkt auf Bio-Lebensmitteln zu setzen? Wie können Sie für Einkauf und Beschaffung vorgehen? Und wie übernehmen sie geltende rechtliche Rahmenbedingungen in die öffentlichen Ausschreibungen? Diese und weitere Fragen beantwortet der neue Leitfaden „Mehr Bio in Kommunen“, den das Öko-Institut gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen a’verdis im Auftrag der Landeshauptstadt München entwickelt hat. Mit konkreten Formulierungsvorschlägen und einem detaillierten Fahrplan für die Vergabeverfahren hilft der Leitfaden kommunalen Einrichtungen bei der Einführung und Angebotserweiterung von Bio-Lebensmitteln.

Zum Leitfaden als Download


06.03.2017

Neues Vergaberecht stärkt umweltfreundliche Beschaffung – Aktualisiertes Rechtsgutachten umweltfreundliche öffentliche Beschaffung

Im April vergangenen Jahres trat das reformierte Vergaberecht für Vergaben oberhalb der EU-Schwellenwerte in Kraft. Das aktualisierte „Rechtsgutachten umweltfreundliche öffentliche Beschaffung“ des Umweltbundesamtes geht auf die neuen rechtlichen Regelungen ein und zeigt auf, wie bei der Beschaffung von Waren und Dienstleistungen auf Umweltkriterien geachtet werden kann.


28.02.2017

Faire Blumen aus Kenia

Kenia ist der wichtigste Produzent von Schnittblumen in Afrika. An internationalen Festtagen liefert das Land Blumen in die halbe Welt. Einige Farmen produzieren Blumen für den fairen Handel. Was haben Mensch und Umwelt davon?

Einen interessanten Beitrag zu diesem Thema finden Sie hier.


13.02.2017

Die Umsetzung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung durch die Bundesländer

Wegen ihrer Zuständigkeit für wichtige Politikfelder spielen die Bundesländer bei der Umsetzung der 2030-Agenda in und durch Deutschland eine zentrale Rolle. Ganz im Sinne der im September 2015 in New York verabschiedeten Nachhaltigkeitsagenda sind davon prinzipiell alle Sektoren betroffen, von der Sozial- über die Landwirtschafts-, Bildungs- und Umweltpolitik bis hin zur Wirtschafts- und Industriepolitik.

Dabei gilt, dass es weniger ein Problem sein dürfte, innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategien der Länder auf Diskurse aus dem wirtschafts-, sozial- oder umweltpolitischen Bereich zu rekurrieren. Vielmehr wird es darum gehen müssen, den Leitgedanken des Konzepts „Nachhaltigkeit“ auch dort Geltung zu verschaffen, wo sie bislang nur eine untergeordnete Rolle spielen, oder es offenkundige Zielkonflikte gibt. Das gilt beispielsweise für die wirtschafts- und industriepolitischen Strategien einzelner Bundesländer.

Das vorliegende Arbeitspapier gibt eine Übersicht über die Strategien und Strukturen, die die Bundesländer unter den Stichworten „Nachhaltigkeit“ und „Entwicklungszusammenarbeit“ bislang geschaffen haben. Es liefert keine lexikalisch vollständige Aufzählung, sondern beschränkt sich bewusst auf einige zentrale Beispiele, aus denen sich unterschiedliche Ansätze, aber auch gemeinsame Trends ablesen lassen.

Hier dargestellt sind erste Steinchen dessen, was im Endergebnis ein großes Mosaik der Nachhaltigkeitspolitik auf Ebene der Bundesländer bilden sollte. Dieses Arbeitspapier dient dem Einstieg in die Debatte, ob die Länder mit ihren bisherigen Maßnahmen auf dem richtigen Weg sind, die umfassende Nachhaltigkeitsagenda der UN bei sich umzusetzen, und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.

Ländersache Nachhaltigkeit
Die Umsetzung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung durch die Bundesländer

Autor: Uwe Kerkow
Herausgeber: Global Policy Forum Europe
ISBN: 978-3-943126-30-3
Bonn, Januar 2017
48 Seiten

Zum Download des Berichts (pdf).

Quelle: www.2030agenda.de


02.02.2017

Grundlagenschulung zu sozial gerechter Beschaffung in Wernigerode

Im Rahmen der Fairtrade Towns Kampagne veranstaltete die Stadt Wernigerode in Kooperation mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) zusammen mit dem EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. (ENSA) eine Schulung zu nachhaltiger Beschaffung. Dabei lag der Fokus der Veranstaltung auf der sozial verantwortlichen Beschaffung und deren Umsetzung.

Die kommunalen BeschafferInnen von Wernigerode erhielten eine Einführung in das Thema und einen Überblick über die aktuellen rechtlichen und strukturellen Rahmenbedingungen. Am Nachmittag wurde zudem die InternetplattforIMG_5249m „Kompass Nachhaltigkeit“ vorgestellt. Auf der Seite erhalten Beschaffungsverantwortliche praxisnahe Informationen und Hilfestellungen, welche konkreten Kriterien hinter Nachhaltigkeitsstandards stehen. Die Plattform soll EinkäuferInnen aus der öffentlichen Beschaffung dabei unterstützen zu erkennen, welche sozialen und ökologischen Aspekte ein Gütezeichen abdeckt, so dass sie einfacher in den Vergabeprozess integriert werden können. Darüber hinaus bietet die Plattform einen Bereich für Kommunen an (Kommunaler Kompass), in dem Praxisbeispiele für Vergaben, Ratsbeschlüsse, Dienstanweisungen und Richtlinien rund um die Faire Beschaffung zu finden sind.

Für die meisten TeilnehmerInnen war die Schulung ein erster Einstieg in das Thema und insbesondere die Vorstellung des „Kompass Nachhaltigkeit“ wurde als hilfreich empfunden. Darüber hinaus war es auch für einige TeilneherInnen neu, dass auch bei Produkten, wie beispielsweise im IT-Bereich auf soziale Kriterien geachtet werden kann. Es wurde jedoch auch angemerkt, dass zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien es wünschenswert wäre, dass die Vorgaben vom Land Sachsen-Anhalt gestärkt und konkreter werden müssten.

Mit dem öffentlichen Einkauf ein Zeichen setzen: Der Wert von öffentlichen Einrichtungen in Deutschland eingekauften Gütern und Dienstleistungen beträgt jährlich zwischen 250 und 480 Milliarden Euro. Mit ihrer Einkaufsmacht können die kommunalen BeschaferInnen daher auf ein starkes Instrument zurückgreifen um ein Zeichen gegen ausbeuterische Arbeit in globalisierten Märkten zu setzen.


Auszeichnung der 1. Fairtrade School in Sachsen-Anhalt

Die Sekundarschule Thomas-Müntzer in Wernigerode wurde am 28. Januar feierlich zur Fairtrade School ausgezeichnet. Sie ist somit nicht nur bundesweit die 323 Schule, die für ihr Engagement für den Fairen Handel ausgezeichnet werden konnte, sondern auch die Erste in ganz Sachsen-Anhalt.

Der Schulleiter Herr Hauk und das Fairtrade Schulteam bekommen die Urkunde zum Titel Fairtrade School von Ashley Klein(EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V.) überreicht.

Der Schulleiter Herr Hauk und das Fairtrade Schulteam bekommen die Urkunde zum Titel Fairtrade School von Ashley Klein(EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V.) überreicht.

Das Engagement für den fairen Handel ist an der Schule im Harz kaum zu übersehen. Unter Leitung der engagierten Lehrerin Martina Fölsch entwickelt und organisiert das Fairtrade Schulteam kreative Ideen, um den fairen Handel an der Schule zu unterstützen. Beispielsweise wird einmal im Monat ein Frühstücksbasar mit fair gehandelten Produkten organisiert, der sogenannte „Fairfriday“. Im Hauswirtschaftsunterricht werden stetig neue Rezepte mit fair gehandelten Produkten ausprobiert und auch im Lehrerzimmer wird fair gehandelter Kaffee getrunken.

Die Schule arbeitet schon seit längeren mit dem Projekt „Faire Schule in der Fairen Kommune“ des EINE WELT Netzwerks Sachsen-Anhalt e.V. zusammen und ist ein fester Kooperationspartner vom Dachverein “Reichenstrasse” e.V. Im Rahmen dieser Kooperation fand im November letzten Jahres auch ein großer Projekttag mit Workshops zu Themen Globalisierung und fairer Handel statt. Daher war es eine große Freude als Koordinatorin des Projektes, die Schule im Namen von Transfair e.V. für ihr Engagement auszeichnen zu können. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde offiziell die Urkunde an das Fairtrade Schulteam und den Schulleiter Herr Hauk übergeben.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des Tages der offenen Tür an der Schule statt. Auch Peter Schaller vom Weltladen in Wernigerode war mit einem Verkaufstand vor Ort und lobte das tolle und wichtige Engagement der SchülerInnen. Im Anschluss an die Urkundenübergabe ließen die SchülerInnen mit großer Freude Luftballons mit Fairtrade Logo in den Himmel steigen.


23.01.2017

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Mit einem bunten und vielfältigen Programm hat Magdeburg am Samstag Weltoffenheit und Toleranz demonstriert.

In Magdeburg hat am 21. Januar die neunte Meile der Demokratie stattgefunden. Den Veranstaltern zufolge kamen rund 8.000 Besucher zu dem Fest. Zahlreiche Verbände und Vereine, Unternehmen, Kirchengemeinden und Schulen beteiligten sich am bunten Programm und setzen ein Zeichen gegen Intoleranz, Hass und Gewalt. Auch das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt e.V. war mit einem Stand vor Ort und informierte die Besucher zu Fragen rund um den Fairen Handel. Viele nutzten die Gelegenheit am Weltverteilungsspiel teilzunehmen, in dem spielerisch globale Ungleichheiten verdeutlicht werden.



16.01.2016

Speakers Tour in der Fairtrade Town Halle: Corinna Ajder berichtet über die Arbeitsbedingungen in der Schuh- und Bekleidungsindustrie Osteuropas

Corinna Ajder berichtet aus ihren Erfahrungen, die sie bei ihren Nachforschungen zu den Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie Osteuropas gemacht hat. Dazu werden Filmausschnitte über die Situation in der Schuh- und Bekleidungsindustrie Osteuropas gezeigt.

Wann: Do., 26.1.2017, 19 Uhr

Wo: St. Laurentius, Halle/S., Breite Str. 2

Veranstalter: Friedenskreis Halle eV, Eine Welt eV Weltladen Halle, Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e.V.

Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsplakat


Der Nachhaltige Warenkorb – Einfach besser einkaufen im Januar

Tschüss 2016, hallo 2017. Und wieder einmal stellt sich die Frage nach guten Vorsätzen für die nächsten 365 Tage. Wie wäre es 2017 nachhaltiger zu leben? Nur wo soll man damit anfangen? Die Website der nachhaltige Warenkorn bietet Konsumalternativen und Tipps für alle, die nachhaltig leben möchten.

Vorsätze: Tipps für ein nachhaltiges Jahr


03.11.2016

Fachtag zu sozial gerechter Beschaffung von Textilien in Sachen-Anhalt

Vom Arztkittel bis Feuerwehruniform – Alltaghelden in Arbeitskleidung ohne Kinderarbeit

Am 01.12.2016 in Magdeburg laden das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt und das Ministerium für Wirtschaft Wissenschaft und Digitalisierung Sie BeschafferInnen, Unternehmen und weitere Interessierte ein, sich über Grundlagen und Möglichkeiten sozial gerechter Beschaffung zu informieren.

Weitere Informationen: Fachtag „Textilien“


22.09.2016

„Ich hätte gern einen Kaffee, aber ohne Kinderarbeit bitte?“

– Weiterbildung zu Fairen Handel und Nachhaltigkeit in Gastronomiebetrieben

KonsumentInnen und Gäste in Hotels und Restaurants fragen immer häufiger nach Verantwortung und Nachhaltigkeit in Unternehmen. Ob Bäckereifiliale, Restaurant, Hotelbetrieb, Kantine oder Betriebsmensa – der hart umkämpfte Markt der Hotellerie und Gastronomie verlangt den Betrieben ab, sich durch Alleinstellungsmerkmale gegenüber der Konkurrenz abzusetzen. Aus diesem Grund hat das ENSA e.V. zusammen mit der Stadt Wernigerode im Zuge des Fairtrade Town Prozesses eine Weiterbildung für Gastronomie und Hotelleriebetrieben angeboten.

Bei der Veranstaltung am 22.09.16 im Rathaus Wernigerode konnten die TeilnehmerInnen ihre eigene Produktauswahl hinterfragen und wurden zusätzlich intensiv über faire Lebensmittel informiert. Es wurden Grundkenntnisse zum Fairen Handel, aber auch zum Thema Unternehmerische Verantwortung und Nachhaltigkeit für Gastronomiebetriebe vermittelt. Weiterhin stellten die Referentinnen Urte Grauwinkel und Lisa Marquardt konkrete Erfahrungen und Vorgehensweisen hin zu mehr Nachhaltigkeit vor. Insgesamt diskutierten bei der Veranstaltung 13 TeilnehmerInnen, vor allem aus der Verwaltung der Stadt und von lokal ansässigen Gastronomiebetrieben. Das Interesse zu diesen Themen, insbesondere aus der Verwaltung, verdeutlicht das Augenmerk der Stadt Wernigerode im Fairtrade Town Prozess.



01.08.2016

Gute Gründe für nachhaltige Beschaffung

Unter dem Titel „Gute Gründe für nachhaltige Beschaffung“ hat die Organisation WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V. eine Argumentationshilfe für eine sozial und ökologisch verantwortliche Beschaffung in Berlin und anderswo herausgegeben. Die Broschüre enthält zahlreiche Argumente für einen nachhaltigen Einkauf der öffentlichen Hand und beantwortet Fragen rund um das Thema nachhaltige Beschaffung, zum Teil mit besonderem Fokus auf das Bundesland Berlin. Sie richtet sich auch an jene, die Nachhaltigkeitsaspekte in ihre Ausschreibung integrieren möchten, aber denen noch die passenden Argumente und Lösungsstrategien fehlen. Die Publikation wurde mit Unterstützung der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung des Landes Berlin sowie der Servicestelle von Engagement Global erstellt.

Die Broschüre ist abrufbar unter:

http://www2.weed-online.org/uploads/weed_gute_gruende_fuer_nachhaltige_beschaffung.pdf

Quelle: http://bonnsustainabilityportal.de, 08.08.2016


 

01.08.2016

Faires Frühstück in der Stadt Halle

Die Projektgruppe Fairtrade Town Halle veranstaltet auch in diesem Jahr innerhalb der bundesweiten Fairen Woche im September ein Faires Frühstück und lädt alle Hallenser ein, gemeinsam fair in den Tag zu starten:

Mitbringfrühstück mit (möglichst) fair gehandelten Lebensmitteln

Wann: 17.9.2016, 9.30-11.30 Uhr

Wo: Marktplatz Halle

Alle sind willkommen!

Jeder/jede  BesucherIn  kann und sollte selbst etwas zum Frühstücken und sein eigenes Geschirr mitbringen – es kann geteilt, getauscht und probiert werden. So entsteht eine gemütliche Atmosphäre mit anregenden Gesprächen.

Hallorke, unser fair gehandelter Stadtkaffee sowie fair gehandelter Tee und Saft werden kostenlos von der Projektgruppe Fairtrade-Town ausgeschenkt.

Wir freuen uns auf einen gemütlichen und interessanten Morgen mit hoffentlich viel Spaß und Livemusik!

Die Projektgruppe Fairtrade-Town Halle

Kontakt und Infos:
Ulrike Eichstädt, Friedenskreis Halle e.V., Große Klausstr. 11, 06108 Halle
Tel. 0345 27980759, eichstaedt@friedenskreis-halle.de

 

27.07.2016

Germanwatch: Finanzministerium torpediert Auflagen für Unternehmen zur Einhaltung von Menschenrechten

An diesem Donnerstag treffen sich die Staatssekretäre der Bundesministerien zur Abstimmung über den Entwurf des deutschen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte. Anlass der Runde ist die massive Verwässerung des Entwurfs durch das Bundesfinanzministerium. Amnesty International, Brot für die Welt, Germanwatch und MISEREOR befürchten ein substanzloses Papier und fordern die Staatssekretäre auf, einen wirksamen Aktionsplan zu beschließen.

Amnesty International, Brot für die Welt, Germanwatch und MISEREOR protestieren scharf gegen den Versuch des Bundesfinanzministeriums, aus dem bisherigen Entwurf eines deutschen Aktionsplans für Wirtschaft und Menschenrechte alle Menschenrechtsauflagen für Unternehmen zu streichen. Schon der bisherige Entwurf, an dem bereits fünf Ministerien beteiligt waren, hatte zum Unmut der Organisationen auf eine gesetzliche Regelung verzichtet.

„Die Überarbeitung durch das Finanzministerium trägt die Handschrift der Wirtschaftsverbände, nicht die einer Regierung, die Fluchtursachen minimieren will. Bleibt es bei den Änderungen, können die Unternehmen, die menschenverachtende Produktionsbedingungen ignorieren um davon zu profitieren, einfach weitermachen“, so Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt. Wie aus gut informierten Kreisen verlautet, soll nach dem Willen des Finanzministeriums nur eine völlig unverbindliche Empfehlung ausgesprochen werden, dass Unternehmen ihre menschenrechtliche Verantwortung wahrnehmen. Die Zielvorgabe, dass bis 2020 die Hälfte der großen Unternehmen menschenrechtliche Sorgfaltsprozesse eingeführt haben sollen, habe das Ministerium gestrichen. Auch die Erwägung gesetzlicher Maßnahmen für den Fall, dass zu wenige Unternehmen bis 2020 Prozesse zur menschenrechtlichen Sorgfalt eingerichtet haben, will das Finanzministerium nicht akzeptieren. Es fordert stattdessen, die für Unternehmen durch den Aktionsplan eingetretenen Belastungen zu überprüfen.

Hatte der bisherige Entwurf immerhin für Unternehmen im Eigentum des Bundes die Einführung einer verbindlichen menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht vorgesehen, will das Finanzministerium lediglich den möglichen Bedarf einer Empfehlung prüfen. Verbindliche Menschenrechtsauflagen werden auch als Bedingung für öffentliche Aufträge und die Außenwirtschaftsförderung abgelehnt. Überdies stellt das Ministerium die Umsetzung des gesamten Aktionsplans unter einen allgemeinen Finanzierungsvorbehalt. „Eine derart unverhohlene Blockade wäre ein Affront gegen alle Menschenrechtsverteidiger, die sich gegen Ausbeutung in Textilfabriken, Wasserverseuchung durch Bergwerke und Vertreibungen für Staudämme zur Wehr setzen“, mahnt Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer von MISEREOR. „Diese Blockadehaltung muss das Finanzministerium beim Treffen am Donnerstag aufgeben.“

Beim Gipfel in Elmau im vergangenen Jahr hatten die G7-Staaten die Privatwirtschaft noch „dringend aufgerufen“, „ihrer Sorgfaltspflicht auf dem Gebiet der Menschenrechte nachzukommen“ – nun lehnt das Finanzministerium schon den Begriff der „Sorgfaltspflicht“ für Unternehmen ab. Klaus Milke, Vorsitzender von Germanwatch, warnt: „Das Finanzministerium hintertreibt ausgerechnet die eigene Initiative der Bundesregierung und riskiert die internationale Glaubwürdigkeit der Kanzlerin. Wenn sich die Bundesregierung im kommenden Jahr nicht als Gastgeber des G20-Gipfels blamieren will, muss sie jetzt einen ambitionierten Aktionsplan vorlegen.”

Verena Haan, Expertin für Wirtschaft und Menschenrechte bei Amnesty International in Deutschland, kritisiert: „Indem das Finanzministerium die letzten zarten Ansätze verbindlicher Auflagen streicht, torpediert es jeglichen Fortschritt bei der Durchsetzung von Menschenrechten in der Wirtschaft. Menschen sind Rechtsverletzungen durch deutsche Unternehmen im Ausland weiterhin schutzlos ausgeliefert.“

Die Organisationen unterstützen eine Online-Kampagne für einen Aktionsplan mit gesetzlichen Regelungen: https://www.openpetition.de/petition/online/menschenrechte-vor-profit

Quelle: Pressemitteilung Germanwatch, 26.07.2016


04.07.2016

Fair play, fair pay: Magdeburg spielt fair

Fairness gewinnt

Am Samstag, den 2. Juli war es so weit: Unter dem Motto „ Magdeburg spielt fair“ veranstaltete die Landeshauptstadt Magdeburg und die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) ein Kleinfeldfußballturnier mit fair gehandelten Fußbällen.

Bischöfin Ilse Junkermann zeigte vollen Einsatz und ließ es sich nicht nehmen, den Anstoß des Turniers vorzunehmen, das für mehr Toleranz und Fairen Handel warb. Insgesamt traten 14 Freizeitmannschaften bestehend aus Studenten, Feuerwehrleuten, Sozialarbeitern und Flüchtlingen aus aller Welt freundschaftlich gegeneinander an. Gespielt wurde mit fair gehandelten Bällen aus Pakistan. Fair zertifizierte Bälle garantieren den Nähern und Näherinnen einen existenzsichernden Lohn und die Einhaltung von Sozialstandards, wie beispielsweise das Verbot von Diskriminierung, illegaler Zwangs- und Kinderarbeit.

Der Großteil der weltweitproduzierten Fußbälle wird bis heute handgenäht und stammt aus Pakistan. Wie schwierig diese Arbeit ist, davon konnten sich die Besucher und Besucherinnen der Veranstaltung selbst überzeugen. Am Rand des Spielfeldes informierte das EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt über die Schattenseiten der Fußballproduktion in Billiglohnländern, wobei viele die Gelegenheit nutzten, selbst einmal mit Nadel und Faden auszuprobieren, wie schwer es ist einen Fußball zusammen zu nähen. Auch Omid aus dem Iran beteiligt sich an der Aktion. Er ist 22 Jahre alt und vor sieben Monaten nach Deutschland gekommen. Er spricht schon erstaunlich gut Deutsch und wundert sich nicht, dass bei dieser schwierigen Arbeit, eine Näherin im Schnitt nur 3-5 Bälle pro Tag schaffen kann. Einige Vereine nehmen fast geschlossen an dem Fußballquiz teil und stellen fest, dass zwar die meisten wissen, dass die Niederlande noch nie Weltmeister waren, aber kaum einer wusste, dass die meisten Fußbälle unter ausbeuterischen Bedingungen in Pakistan handgenäht werden.

Extra angereist für die Veranstaltung informierte Frank Braun vom EINE WELT Netzwerk Bayern, einer der führenden Experten zu fair gehandelten Bällen in Deutschland, die interessierten Besucher. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass München als erste Stadt bundesweit beschlossen hat, dass Münchner Schulen bei genähten Fuß- und Handbällen nur noch Bälle aus dem Fairen Handel beziehen. Er hofft, dass dieses Beispiel bald auch in anderen Städten Schule machen kann. Vielleicht ja auch in Magdeburg…


06.06.2016

Magdeburg bleibt FAIR!

Die Domstadt an der Elbe hat es erneut geschafft. Magdeburg konnte nachweisen, dass weiterhin alle Kriterien für den Titel Fairtrade Town erfüllt werden können. Unter viel Applaus und mit viel Freude erfolgte die feierliche erneute Titelvergabe zur Fairtrade Town auf der Bühne der Ökosozialen Hochschultage am 03. Juni. Claudia Fricke nahm stolz stellvertretend für alle Engagierten der Fairtrade Town Magdeburg die Urkunde der Titelauszeichnung von Ashley Klein (Landeskoordinatorin Fairtrade Towns) entgegen. Dabei ließ sie es sich nicht nehmen den ZuhörerInnen auch gleich von dem aktuellen Projekt der Gruppe zu erzählen. So wird am 02. Juli ein Faires Fußballturnier in Magdeburg veranstaltet. Unter dem Motto: „Magdeburg spielt fair“ treten dort Sportbegeisterte aus Vereinen, Kirchen und Migrantenorganisationen gegeneinander an und wollen damit ein Zeichen für Fairness setzen. Gespielt wird dabei selbstverständlich mit fair gehandelten Fußbällen.

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Ashley Klein vom EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt überreicht Claudia Fricke, Sprecherin der Fairtrade Town Magdeburg, die Urkunde zum erneuten Titelerhalt.


25.05.2016

Die Otto-von-Guericke Universität Magdeburg veranstaltet auch in diesem Jahr wieder vom 1. bis 4. Juni die Ökosozialen Hochschultagen auf ihrem Campus

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Das westliche Wirtschaftssystem und der damit einhergehende Ressourcenverbrauch gefährden nachweislich das Leben auf der Erde. Bei den Ökosozialen Hochschultagen sollen deswegen alternative Wirtschaftsformen diskutiert und die Wirkungen der aktuell vorherrschenden analysiert werden. Dabei liegt der Fokus auf den Auswirkungen auf den Klimawandel und die globale Migration.

Ein Höhepunkt stellt das „Fest der Nachhaltigkeit“ am Freitag dar. Zwei Tage vorher wird mit Vorträgen, Workshops und einem Film inhaltlich in das Thema eingeführt. Zum Einstieg sind national sowie regional renommierte Referent*innen wie Harald Welzer und Nico Paech eingeladen.

Am Freitag wird an das generationsübergreifende, populäre Festivalformat angeknüpft. Eine Wiese auf dem Universitätscampus wird mit dem Markt der Möglichkeiten, einer Bühne, der Schnippeldisko „Pappsatt“, Vortragsplätzen und vielem mehr zu einem Erlebnisraum der Nachhaltigkeit. Auch das EINE WELT Netzwerk wird an einem Stand über seine vielfältige entwicklungspolitische Arbeit informieren. Ziel ist es im Freien und bei lockerer Atmosphäre Menschen ein Programm zu bieten, Interessierte für Angebote lokaler Initiativen zu begeistern, Ideen auszutauschen und Wissen anzueignen. Über den Tag hinweg werden von ExpertInnen und lokalen Initiativen, Workshops und Vorträge in den Themenspektren angeboten.

http://www.hochschultage.ovgu.de/aktionswoche


15.05.2016

Stiftung Warentest überprüft Nachhaltigkeitssiegel

Kaffee aus Brasilien, Kakao aus Ghana, Tee aus Indien: Viele unserer täglichen Nahrungsmittel stammen aus Rohstoffen aus Entwicklungs- und Schwellenländern, in denen Bauern und Arbeiter oftmals keinen fairen Lohn für ihre Produkte erhalten oder Umweltressourcen ausgebeutet werden. Nachhaltigkeitssiegel stellen für Verbraucher eine wichtige Orientierung für einen fairen und nachhaltigen Einkauf dar.

Die Stiftung Warentest hat in ihrer aktuellen Ausgabe die Ergebnisse einer Untersuchung über die Aussagekraft von sechs Nachhaltigkeitssiegeln für Lebensmittel veröffentlicht. Die Tester untersuchten die Aussagekraft des Fairtrade Siegels, Gepa fair +, Naturland Fair, Rainforest Alliance Certified, Utz Certified und „Hand in Hand“ von Rapunzel. Drei der Siegel, darunter auch das Fairtrade Siegel wurden als besonders vertrauenswert eingestuft. Neben dem Anforderungsniveau der zugrundeliegenden Standards, der Rückverfolgbarkeit und der Umsetzung der Kriterien wurden auch die Kontrollmechanismen genauer unter die Lupe genommen.

Mehr Informationen unter: www.test.de/nachhaltigkeitssiegel


09.05.2016

Vorbereitungsworkshop für Studenten der Hochschule Harz

Die Studenten des Studiengangs Tourismusmanagement der Hochschule Harz unterstützen derzeit aktiv den Bewerbungsprozess der Stadt Wernigerode zur Fairtrade Town mit einer groß angelegten Recherche zum Angebot von fair gehandelten Produkten in Wernigerode (siehe Artikel vom 12.04.2016). Hierzu führen sie im Rahmen eines Seminars von Dr. Mathilde Groß eine umfassende Recherche zum Angebot von fair gehandelten Produkten in Einzelhandel und Gastronomie von Wernigerode durch. Als Vorbereitung des Projekts führte Lisa Marquardt, Promotorin für Wirtschaft und Entwicklung- CSR beim EINE WELT Netzwerks Sachsen-Anhalt, Anfang Mai mit den Student/innen einen Workshop durch. Die Teilnehmer/innen mussten dabei jeweils unterschiedliche Fallstudien aus der Praxis bearbeiten und die Stakeholder (Anspruchsgruppen) und ihre Interessen ganzheitlich herausarbeiten. Ziel der Einheiten war es, die Studenten zu ermutigen, ihren Blickwinkel zu erweitern und bei Nachhaltigkeit nicht nur an Ressourcenschonung zu denken, sondern auch an die Produktions- und Arbeitsbedingungen innerhalb der Lieferketten. Diese Wissen können die Studenten im Zuge ihrer Recherche nutzen, bei der sie die Händler und Gastronomen über die Bedeutung von Fairen Handel informieren möchten.


 28.04.2015

Magdeburger StudentInnen erhalten Workshop zu Fairem Handel

Am 25. April wurde in Zusammenarbeit mit der Promotorin für Globales Lernen vom EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt ein Workshop für angehende LehrerInnen an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg veranstaltet. Den StudentInnen wurden dabei die Grundlagen des Fairen Handels vermittelt und die Kampagnen Fairtrade Towns, Fairtrade Schools und Fairtrade Universities vorgestellt. Anschließend wurden die Studierenden über Methoden und Materialien zum Globalen Lernen im Unterricht informiert und einzelne Module der mobilen Bildungsstätte „Weltmobil“ vorgestellt. Praktische Erfahrung sammelten sie bei der Teilnahme am Weltverteilungsspiel, in dem spielerisch globale Ungleichheiten verdeutlicht werden.

Nähere Informationen und Anfragen zu den ausleihbaren Bildungsmaterialien des ENSA:
Lisa Zander
E-Mail: weltmobil@ewnsa.de

Tel.: 0340-230 11 22


12.04.2016

Studenten der Hochschule Harz beteiligen sich am Fairtrade Town Bewerbungsprozess von Wernigerode

Wernigerode ist auf einem guten Weg Fairtrade Town zu werden und bekommt derzeit tatkräftige Unterstützung von Studenten der Hochschule Harz. Für den Erhalt des Titels Fairtrade Town muss als eines der Kriterien nachgewiesen werden, dass in Wernigerode mindestens sieben Geschäfte und vier Gastronomiebetriebe zwei fair gehandelte Produkte anbieten. Die Studenten des Studiengangs Tourismusmanagement der Hochschule Harz führen dazu im Rahmen eines Seminars von Dr. Mathilde Groß eine umfassende Recherche in Wernigerode durch. Zusätzlich informieren sie die Händler und Gastronomen über den Fairen Handel und seine Bedeutung. Als Vorbereitung für das Projekt, haben die Studierenden innerhalb des Seminars zwei Schulungen erhalten. Am 21. März führte Fabian Kursawe vom mohio e.V. mit den Studenten einen Workshop durch, in dem sie über die Grundlagen des  Fairen Handels am Beispiel von Schokolade informiert wurden. In der zweiten Vorbereitungsrunde am 04. April stellte zunächst Ashley Klein (EINE WELT Netzwerk Sachsen-Anhalt, Landeskoordinatorin Fairtrade Towns) die Öffentlichkeitskampagnen Fairtrade Town, Fairtrade Schools und Fairtrade University von Fairtrade Deutschland vor. Im Anschluss berichtete Ulrike Eichstädt (Koordinatorin Fairtrade Town Halle) über den Bewerbungsprozess der Fairtrade Town Halle und ging dabei auf die Vorgehensweise und die Herausforderungen ein. Abschließend stelle Katja Heidler (Stadt Wernigerode) die umfassende Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt vor. Die Recherche der Studenten ist nun im vollen Gange und wird voraussichtlich Ende des Sommers abgeschlossen sein.